Pfadi? Pfadi!
In der 1. Stufe sind alle Pfadfinder zwischen 7 und 11 Jahren, die so genannten Wölfli und Lahini, zusammengefasst.
Wenn damit noch nicht alle deine Fragen beantwortet sind, bist du hier genau richtig! Hier erfährst du alles Wissenswerte über die 1. Stufe - und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr...
Die Aktivitäten
Hast du schon einmal einen Vampir kennen gelernt? Oder Sherlock Holmes? Hast du schon einmal aus Steinen und Ästen ein Haus für Zwerge gebastelt? Hast du dich schon einmal waghalsig einer Seilbrücke entlang über einen reissenden Fluss gehangelt? (Na ja, der reissende Fluss war zwar nur ein ausgetrocknetes Bachbett, die Brücke aber war da...) Weisst du, wie man sich mit Karte und Kompass zurechtfindet?
Nein? Dann bist du genau richtig in der 1. Stufe. Jeden Samstagnachmittag geht's mit der ganzen Gruppe ab in den Wald, wo wir die verschiedensten Dinge erleben!
Und natürlich nicht zu vergessen: mehrmals pro Jahr findet ein Lager statt. In einer anständigen Unterkunft in der Schweiz erleben wir Dinge, die an einem kurzen Samstagnachmittag nicht möglich wären. In der Gruppe leben, zusammen essen, eine wilde Wasserschlacht veranstalten oder zusammen am Lagerfeuer singen – das alles macht die Stimmung eines Pfadilagers aus! In deinem ersten Pfadilager erhältst du auch deinen Pfadinamen, der dich während deiner ganzen Pfadizeit begleiten wird. Mehr...
Zusätzliches für Eltern: Der Samstagnachmittag, Lager und die Versicherung...
Die Aktivitäten am Samstagnachmittag beginnen normalerweise um 14 Uhr und dauern etwa zwei bis drei Stunden. Normalerweise finden diese Aktivitäten in Gruppen statt, selten allerdings auch in der ganzen Stufe.
Typische Lager in der 1. Stufe sind das He-La (Herbstlager) und das Pfi-La (Pfingstlager). Dies sind Lager, an denen alle Gruppen der 1. Stufe teilnehmen. Zusätzlich findet einmal pro Jahr ein Gruppenweekend statt. Selbstverständlich ist dies nur eine Richtschnur; Ausnahmen sind möglich.
Früher unterstand die Pfadi der Militärversicherung. Heute allerdings ist die Versicherung Sache der Teilnehmer. Da wir unsere Lager bei Jugend+Sport anmelden, werden wir wie Rega-Gönner behandelt. Somit sind Rettungseinsätze der Rega im Lager kostenlos.
Die Ziele
Pfadi ist mehr, als nur im Wald herum zu rennen und Feuer zu machen! Statt das Wochenende vor dem Fernseher zu verbringen, kannst du deine Freizeit in der Pfadi sinnvoll gestalten. Man lernt da, in und mit der Natur zu leben, sich in einer Gruppe zurecht zu finden, auf Neues offen zugehen zu können und vieles mehr. Selbstverständlich stehen dabei Spiel, Spass und Spannung im Vordergrund. Mehr...
Zusätzliches für Eltern: Das Konzept der Pfadiarbeit...
„Pfadfindertum hat nichts gemein mit militärischen Grundsätzen“, hat bereits Robert Baden Powell, der Gründer der Pfadi, gesagt.
Das Ziel der Pfadi ist weder eine vormilitärische Ausbildung, wie es leider nur allzu oft heisst, noch sehen wir uns als „Chinderhüeti“.
Die Pfadibewegung Schweiz (der Dachverband sämtlicher Pfadiorganisationen der Schweiz) hat die Grundlagen der Pfadiarbeit erarbeitet. Diese stehen unter dem Motto „ganzheitliche Förderung“.
Demnach sind die 5 Beziehungen die Ziele der Pfadi:
- Die Beziehung zur Persönlichkeit - selbstbewusst und selbstkritisch sein
- Die Beziehung zum Körper - sich annehmen und sich ausdrücken
- Die Beziehung zu den Mitmenschen - anderen frei begegnen und sie respektieren
- Die Beziehung zur Welt - kreativ sein und umweltbewusst handeln
- Die Beziehung zur Spiritualität - offen sein und nachdenken
Diese Ziele möchten wir den 7 Methoden erreichen:
- Persönlichen Fortschritt fördern
- Gesetz und Versprechen
- Leben in der Gruppe
- Rituale und Traditionen
- Mitbestimmen und Verantwortung tragen
- Draussen leben
- Spielen
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Die Leiter
Die Pfadi funktioniert nach dem Motto „Junge leiten Junge“. Mit 15 Jahren können Jugendliche Pfadileiter werden. Natürlich werden sie in Leiterkursen dazu ausgebildet.
Die 1. Stufe wird von zwei Stufenleitern geleitet. Die sind für alles zuständig, was die ganze 1. Stufe betrifft, z. B. ein Elternabend oder ein Lager. Und falls mal etwas sein sollte, dann stehen sie den Leitern mit Rat und Tat zur Seite.
Die 1. Stufe ist in verschiedene Gruppen aufgeteilt, die „Meuten“ genannt werden. Im Moment gibt es in Uster zwei, in Greifensee eine Meute. Mehr...
Zusätzliches für Eltern: Die Meute, Leiterausbildung, Qualitätssicherung...
Eine Meute ist eine Grossgruppe; die Anzahl der Mitglieder kann zwischen 10 bis 30 Kindern variieren. Im Zuge der „koedukativen Erziehung“ sind die Gruppen in der 1. Stufe, im Gegensatz zur 2. Stufe, nicht nach Geschlechtern getrennt.
Für jede Leiterfunktion und jedes Alter gibt es verschiedene Ausbildungskurse. In diesen Kursen, die regional oder z. T. sogar national durchgeführt werden, werden die Leiter auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Kursinhalte sind sehr vielfältig, sie gehen von Planung und Auswertung über Umgang mit Sucht und Drogen bis hin zur Verantwortung eines Leiters.
Diese Kurse werden von erfahrenen Kursleitern durchgeführt und werden gemeinsam mit Jugend+Sport (ein Projekt des Bundesamtes für Sport, das den Jugendsport fördern möchte) geplant. Nach erfolgreichem Bestehen eines Kurses erhalten die Kursteilnehmer eine Leiteranerkennung von Jugend+Sport.
Im Pfadialltag werden neue Leiter „eingeführt“, das heisst, ein älterer, erfahrener Leiter steht ihnen unterstützend und beratend zur Seite.
Um die Qualität unserer Angebote gewährleisten zu können, wird jede Abteilung von einem Jugend+Sport-Coach betreut. Zudem stellt der Kantonalverband (Pfadi Züri) einen so genannten „Regionsbetreuer“, der für alle Pfadfinder des gesamten Zürcher Oberlands zuständig ist.
Sonstiges
Die Pfadi funktioniert nach dem Motto „Junge leiten Junge“. Mit 15 Jahren können Jugendliche Pfadileiter werden. Natürlich werden sie in Leiterkursen dazu ausgebildet. Schau doch einfach mal rein und schnuppere ein wenig Pfadiluft! Wenn es dir gefällt, kannst du dich anmelden.
Definitiv anmelden kannst du dich übers Internet - hier steht genau, wie das funktioniert. Wenn du in der Adressliste eingetragen bist, bekommst du alle Infos zu Lagern und anderen Anlässen per Post zugeschickt.
Zur Ausrüstung gehören verschiedene Dinge: Das Pfadihemd ist so etwas wie das T-Shirt eines Fussballvereins; es zeigt, dass du zur Pfadi gehörst. Früher einmal sollte es den Unterschied zwischen Arm und Reich verdecken – weil alle die selben Kleider anhatten, konnte man den Unterschied zwischen dem Sohn eines Fabrikarbeiters und dem Sohn eines Bankdirektors nicht erkennen. Das Pfadihemd ist zudem etwas Persönliches: nach jedem Lager bekommst du einen Stempel, damit du dich auch in vielen Jahren wieder daran erinnern kannst. Es zeigt aber auch deine Stärken: Du wirst im Laufe deiner Pfadizeit das eine oder andere Abzeichen erhalten.
Ausserdem gibt es die Pfadikrawatte, die zeigt, zu welcher Abteilung du gehörst. Jede Abteilung der Schweiz hat nämlich ihre eigene Krawatte.
In der Pfadi solltest du ausserdem immer Wanderschuhe tragen. So kannst du auch bei nassem Wetter nicht ausrutschen!
Alles, was du am Samstagnachmittag brauchst, ist am besten in einem Rucksack oder dem Pfaditäschli aufgehoben.
All diese Dinge und vieles mehr findest du in der Bekleidungsstelle. Mehr...
Zusätzliches für Eltern: Datenschutz, Austritt, Bekleidungsstelle, Jahresbeitrag...
Alle Daten der Anmeldung werden nicht an Dritte weitergegeben: sie sind aber im Falle eines Unfalls von grosser Hilfe.
Falls Ihr Kind einmal kein Interesse an der Pfadi mehr haben sollte, bitten wir Sie, dies den zuständigen Leitern schriftlich mitzuteilen. Ebenfalls empfiehlt sich vor einem Austritt ein Gespräch.
In der Bekleidungsstelle erhalten Sie die gesamte Pfadiausrüstung für Ihr Kind. Die Bekleidungsstelle wird von einer Pfadifamilie betreut – machen Sie deshalb einen Termin ab, bevor Sie dorthin gehen. So stehen Sie nicht plötzlich vor verschlossenen Türen. Die Adresse lautet:
Wermatswilerstr. 16
8610 Uster
044 941 39 55
044 941 39 55
Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelkinder 65 Franken, für Geschwister 55 Franken pro Person.
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